In
den Jahren 2006 bis 2010 haben wir vier Bände des Großen Wendig
Richtigstellungen zur Zeitgeschichte mit einem gesonderten Registerband
herausgebracht. Darin wurden knapp 1000 Richtigstellungen zur
Zeitgeschichte seit 1870 auf rund 3600 Seiten vorgenommen.
Wir sahen damit die von uns selbst gestellte Aufgabe als erfüllt an,
ein Nachschlagewerk gegen die zahlreichen in der Öffentlichkeit
verbreiteten Fälschungen und Lügen zur Zeitgeschichten anzubieten.
Wenn wir uns dann nach Jahren nun doch veranlaßt sahen, noch einen
Band 5 nachzuschieben, so hatte das mehrere Gründe. Einmal hatte sich
bei den Nachforschungen und dem Sammeln der Unterlagen zu den ersten
vier Bänden ergeben, daß noch eine Reihe weiterer Fragen auf eine
Bearbeitung wartet. Zum anderen bekamen wir aus dem Leserkreis manche
Anregungen und Hinweise, die zu neuen Richtigstellungen reizten. Zum
dritten kamen – insbesondere aus dem Ausland – Ergänzungen und
Materialien, die weiteren Stoff boten. Zum vierten brachten auch
ausländische Historiker manche neuen Bewertungen in die Debatte ein.
Schließlich ist inzwischen eine neue Generation deutscher
Geschichtswissenschaftler herangewachsen, die das Geschehen, das vor
mehr als zwei Generationen ablief, aus der zeitlichen Ferne beobachten
und dabei sachlich vorgehen können, ohne von persönlicher Betroffenheit
beeinflußt zu werden. Schließlich wurden, nachdem die meisten Zeitzeugen
inzwischen verstorben sind, ganz neue Beschuldigungen gegen deutsche
Soldaten und Politiker erhoben, an die früher niemand gedacht hatte und
die es richtigzustellen gilt. Allgemein ist der nachwachsenden Jugend zu
helfen, zu einem an der historischen Wahrheit ausgerichteten
Geschichtsbild zu kommen. Denn eine erfolgreiche Politik kann nur auf
der historischen Wahrheit begründet werden.
Der Inhalt des fünften Bandes umfaßt wieder den Zeitraum von 1870
bis zur Gegenwart. Die Gliederung wurde nach denselben Kapiteln wie beim
Band 4 vorgenommen.
Wir freuen uns, wieder eine Reihe von angesehenen Mitarbeitern
gefunden zu haben. Wegen der herrschenden intoleranten politischen
Korrektheit mußten einige von ihnen unter Pseudonym schreiben, wofür wir
um ihr Verständnis bitten.